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#13 Ballack – Eine gescheiterte Karriere
Written by Chris Punnakkattu Daniel | Published on May 18, 2010


Michael Ballack Samstag, der 15. Mai 2010. Wembley. Finale des FA Cups. Es ist die 35. Spielminute als Michael Ballack durch ein brutales Foul von Kevin Prince Boateng von den Beinen geholt wird und wenige Minuten später mit hängendem Kopf das Spielfeld verlassen muss. Heute die ernüchternde Diagnose: Innenbandriss und ein Anriss der Syndesmose im rechten Sprunggelenk. Das WM-Aus und ein weiteres Kapitel in der vom Pech und Scheitern geprägten Karriere des deutschen Nationalspielers.

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™, hätte für Michael Ballack das sechste große Turnier mit der Nationalmannschaft werden sollen. Doch nun muss der 33-jährige Mittelfeldstratege des FC Chelsea die Teilnahme absagen und verpasst wohl somit seine letzte Chance, im Herbst seiner Karriere einen Titel mit dem deutschen Team zu erringen.

Michael Ballack wird oftmals als der Superstar des deutschen Fußballs tituliert. Es ist unbestritten, dass Ballack eine tragende Säule der deutschen Nationalmannschaft darstellt. Er ist der Kopf des Teams und hat die Mannschaft in diesem Jahrzehnt geprägt wie kein anderer! Doch während man Spieler wie Fritz Walter, Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus vor allem wegen ihrer Triumphe, Titel und Verdienste um den deutschen Fußball in Erinnerung behält, wird Michael Ballack vor allem deshalb im Gedächtnis bleiben, weil er in seiner Karriere immer von Tränen, Pech und Verletzungen verfolgt wurde.

Ballack fehlt ein großer, bedeutender Titel, um als einer der ganz Großen seines Fachs anerkannt zu werden. Es hat bislang nie geklappt, weil Ballacks Geschichte sowohl im Vereinsfußball, als auch im Nationaltrikot eine von Pleiten und Pech war. Vor allem der Bundesadler schien ihm nie den gewünschten Erfolg zu bringen.

Ein Jahr nach seinem Debüt im DFB-Dress, nahm der junge Ballack an der Europameisterschaft 2000 teil, wo sich die deutsche Mannschaft bis auf die Knochen blamierte und in der Vorrunde ausschied. Zwei Jahre später ging die Reise zur Weltmeisterschaft in das ferne Japan und Südkorea, wo Ballack neben Oliver Kahn zu den Leistungsträgern im Team gehörte. Trotzdem war Ballack der Pechvogel des Turniers, da er wegen eines taktischen Fouls im Halbfinale für das Finale gegen Brasilien gesperrt wurde. Ballack bezeichnete diesen Moment als „das Bitterste, was man als Fußballer mitmachen kann.“

Sein zweites EM-Turnier 2004 in Portugal endete ebenfalls in einem Debakel, als die deutsche Mannschaft erneut die Vorrunde nicht übersteht und vorzeitig abreisen muss. Jürgen Klinsmann übernahm anschließend den Bundestrainerposten von Rudi Völler und ernannte Ballack zum Kapitän. Die Erwartungen an den neuen DFB-Kapitän waren groß, doch Ballack verletzte sich vor dem WM-Sommermärchen 2006 an der Wade, verpasste das Eröffnungsspiel, biss sich lädiert durchs Turnier und weinte nach dem Aus gegen Italien bittere Tränen der Enttäuschung.

Auch 2008 wird die Hoffnung auf einen großen Titel im EM-Finale von Fernando Torres und seiner spanischen Armada zerstört. Nach zwei Knöchel-Operationen hatte sich Ballack zurückgekämpft und trotz zwickender Wade den Kampf angenommen. Doch der Titel blieb ihm verwehrt und seine Wut entlud sich dabei im Kabinengang an DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.

Seine nationalen Vereinstitel in Deutschland und England gehen in all der Tragik unter und scheinen nur Puzzleteile einer unvollendeten Karriere zu sein. Die Weltmeisterschaft 2010 sollte nun das fehlende und vor allem entscheidende Puzzlestück in der Laufbahn des Michael Ballack sein. Doch dieser Traum ist nun geplatzt!

Das Leben eines Fußballers ist geprägt von Siegen und Niederlagen, von Höhepunkten und Tiefpunkten, von Erfolg und Misserfolg! Die Karriere des Michael Ballack scheint ein Negativbeispiel zu sein und kein sportliches Happy End zu finden...









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